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Apr
26

Große Ereignisse …

… werfen ihren Schatten voraus.

Ganz so dramatisch, wie sich das jetzt liest, ist es aber nicht. Ich habe in den vergangenen Tagen viele individuelle Kundenwünsche genäht. In erster Linie DaddelDoos und kleine Wühlerchen. Nichts, was wirklich berichtenswert gewesen wäre.

Allerdings wird in etwas weniger als einer Woche mein großer Sohn schon 2 Jahre alt. Die Erinnerungen an die Zeit kurz vor seiner Geburt und an die erste Zeit zu Dritt lässt mich doch arg emotional werden. Und so nähte ich vergangene Woche dann auch zwei, drei Kleinigkeiten für meine Jungs. PixiBags, Spielzeugverstecker. Eben die Dinge, die man sonst immer den Kundenaufträgen hinten an stellt.

Nun ist ein zweiter Geburtstag nichts übermäßig besonderes, könnte man meinen. Allerdings ist es aber der erste Geburtstag, den er so richtig mit all seinen Sinnen erleben und wahrnehmen wird. Folglich bin ich doch schon sehr aufgeregt und plane ihm ein möglichst schönes Fest.

Natürlich gehört zu einem zweiten Geburtstag auch ein Geburtstags-Shirt. Da ich mir ziemlich sicher bin, dass er keine selbst gebastelte Geburtstagskrone aufziehen würde, wollte ich mich also beim Shirt so richtig ins Zeug legen. Und ich glaube, das Ergebnis ist wirklich richtig gut geworden.

Die Applikation habe ich komplett selber erstellt. Die Wolke ist im Übrigen aus Fleece, damit das wattige ein bisschen rüber kommt.

Allerdings bin ich noch unschlüssig, ob ich die Applikation auf das im Bild zu sehende grüne Poloshirt aufbringe, oder ob ich lieber ein hellblaues T-Shirt nehmen sollte. Im Sommer ist das Polo vielleicht zu warm und eventuell wird das ganze mit dem knalligen grün auch zu bunt?

Wie seht Ihr das?

Apr
6

Ich kann auch für Männer

Ich bekomme immer häufiger Anfragen von Männern, die wissen wollen, ob ich auch ohne Blümchen, Streifen, Trallala kann. Kann ich! Und ich mache das sogar ebenso gerne!

Insbesondere das DaddelDoo und diverse MobileBags habe ich inzwischen in bzw. aus neutralen, Männer freundlichen Farben und Materialien genäht. Allerdings ist mein Fundus diesbezüglich schon wieder so geschrumpft, dass ich dringend einen Schwung schwarze, graue und dunkelblaue Standardstoffe bestellen muss. Das sind nämlich die Farben, die bei den Herren am besten gehen.

Eins der letzten Stücke für einen Herr was das PSP DaddelDoo aus schwarzem Kunstleder. Da muss ich mir aber nun erst noch eine vernünftige Bezugsquelle suchen, denn der Kunde hatte das Kunstleder direkt mit dem Auftrag zur Verfügung gestellt. Ein anderes Objekt war ein dunkelgrau-weiß gestreiftes DaddelDoo, zu welchem ich Euch noch Fotos zeigen wollte:

Aber natürlich bleiben die Damen nicht auf der Strecke. Eine Kundin war von diesem DaddelDoo so angetan, dass sie ein DaddelDoo in der selben Stoffkombination, aber aus anderen Farben in Auftrag gab. Wenn ich einen gewünschten Stoff nicht auf Lager habe, versuche ich ihn umgehend zu besorgen. Den Mehraufwand berechne ich im Übrigen mit 2 Euro.

Das DaddelDoo lag eben in meinem Briefkasten. Ich bin ganz, ganz schwer begeistert =) Ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe, wenn nicht besser!
Der lila Cordstoff ist echt toll und das Innenfutter passt auch super!
Vielen Dank für deine Mühe und deine Geduld mit meinen “Extrawünschen” =)

Vielen Dank, für das tolle Feedback!

Mrz
17

Ausfallzeit

Gestern hat sich beim Nähen der Unterfaden meiner Nähmaschien ganz böse in seiner Spule verhakt. Nachdem ich ihn befreit hatte und direkt das Innere meiner Nähmaschine gereinigt und geölt hatte, transportierte sie plötzlich den Unterfaden nicht mehr. Alles verstellen, probieren und umbauen half nicht und so brachte ich die Nähmaschine heute in die Werkstatt.

10 Tage soll die Inspektion und Reparatur dauern. Von den Kosten will ich gar nicht erst reden, die treiben mir echt die Tränen in die Augen. Aber gut, sie musste ohnehin mal zur Inspektion.

Ich erhielt ein Leihgerät. Eine mittelalte Singer, die leider nicht mehr wirklich mechanisch, aber auch noch nicht völlig elektronisch läuft. Ich gestehe, dass ich nach über einer Stunde vergeblichen Probierens, die Unterfadenspannung einzustellen, kapituliert habe und die Maschine ausgemacht habe.

Individuelle Nähaufträge haben daher aktuell eine Wartezeit von 14 Tagen. Es tut mir sehr Leid, aber ich kann die übliche Qualität in der Verarbeitung meiner Produkte halt nur mit meiner eigenen Maschine zusichern. Das Onlinelädchen ist derweil natürlich weiterhin leershopbar, da die dort angebotenen Sachen, bis auf die Schmoosis, alle auf Lager liegen.

Ich bitte sehr um Euer Verständnis, habe aber dementsprechend Zeit, neue Projekte zu planen und zu skizzieren. Wer also einen Auftrag ohne zeitlichen Druck hat … immer her damit :)

Mrz
8

Dies, Das und Jenes

Die Spendenauktion für Lucas war ein voller Erfolg. Für die Special Edition Smoo bot Leserin Kathrin 50 Euro und konnte somit eine weitere Typisierung sicherstellen. Das Geld ging heute auf unserem Konto ein und wurde von mir auch direkt weiter an die DKMS überwiesen.

Insgesamt sind bei der Spendenauktion in Bloggersdorf weit über 5000 Euro zusammen gekommen. Herzlichen Dank allen Auktionatoren und allen Bietern!

Das alltägliche Geschäft läuft in diesem Jahr bisher mehr als rund. Ein Auftrag jagt den nächsten und ich verbringe jede freie Minute hinter der Nähmaschine, um die individuellen Kundenbestellungen zeitnah fertigzustellen. Parallel dazu fülle ich das Onlinelädchen immer wieder auf und probiere mich zwischendurch auch an neuen Schnitten. Aktuell ist das zum Beispiel eine Geldbörse.

Auch wenn die Zeit manchmal arg knapp ist und der ein oder andere gemütliche Abend mit dem Mann schon ausfallen musste, will und werde ich mich nicht beschweren. Ich glaube nämlich, dass die gute Auftragslage nur dem erhalten bleibt, der dafür dankbar ist und nicht rum memmt ;)

Hier noch ein paar Bilder der Dinge, die ich in den vergangenen Tagen genäht habe:

Einen Schwung kleine Wühlerchen in individuellen Wunschdesigns der Kunden.

 

Ein DaddelDoo auf Wunsch der Kundin aus apfelgrünem Babycord und gelbem Fleece. Das wird das neue Zuhause für einen noch neueren Nintendo 3DS, der am 24.03. erscheint. Der passt nämlich auch in das DaddelDoo.

Und dann war da noch das Drachenkostüm des großen Sohnes, dass ich wirklich nur 30 Minuten vor Beginn des Karnevalszugs fertiggestellt habe. Ich wäre gerne Detailverliebter gewesen, aber mir hat in diesem Fall wirklich die Zeit für mehr gefehlt. Kommendes Jahr werde ich das ganz sicher früher angehen. Er war jedenfalls ein sehr glücklicher Drache und das ist ja die Hauptsache!

Feb
27

Stoffmarkt Bensberg

Heute war der erste deutsch-holländische Stoff & Tuch Markt der Saison. Zu meiner großen Freunde fand dieser in Bensberg (Bergisch Gladbach) statt, was für mich in 30 Minuten erreichbar ist. Dank Regen und Kälte war der Markt auch relativ leer. Hinzu kam natürlich, dass ich recht früh unterwegs war und so in Ruhe an allen Ständen stöbern konnte.

Meine Erfahrung aus dem Vorjahr bestätigte sich wieder: die deutschen Händler sind grundsätzlich zu teuer. Da wurden aktuelle Stoffe für 14 Euro angeboten, die man in jedem gängigen Onlineshop schon für 10 Euro bekommt. Man sollte sich daher vorher auf jeden Fall schlau machen, wie die aktuellen Kollektionen aussehen und was diese standardmäßig kosten. Auch ein großer deutscher Onlineshop war mit Stand vertreten und bot seine Stoffe über seinem eigenem Onlinepreis an.

Die besten Preise gibt es bei den Holländern. Allerdings gibt es hier deutliche Qualitätsunterschiede in der Ware. Daher sollte man den Stoff vorher immer genauer prüfen, anfassen, gegen das Licht halten und auf Web- und/oder Druckfehler achten. Die schönsten Polka-Dots wirken nicht, wenn sie nicht rund sind!

Ich laufe den Stoffmarkt immer einmal ab, bevor ich mich entscheide, bei wem ich was kaufe. Oft hat man von einem Stand zum anderen um die 2 Euro Preisunterschied beim selben Stoff. Man sollte also immer mit ausreichend Zeit und Geduld auf einen Stoffmarkt gehen.

Es gibt einen bestimmten Holländer, bei dem ich mich immer mit Standardstoffen, wie Unis und Punkten eindecke. Gemusterte Meterware habe ich dann an insgesamt fünf verschiedenen Ständen gekauft. Darunter auch ein deutscher Stand. Beim Bezahlen erfuhr ich dann, dass der Stand direkt vorm eigenen Ladenlokal stand, in welches ich dann auch noch eingefallen bin und einen wunderbaren knatschbunten Paisley (siehe Foto) erstanden habe. Hier waren die Preise völlig okay, die aktuellen Kollektionen waren alle vertreten und man war wirklich herzlich und hilfsbereit. Den Laden werde ich in Zukunft auf jeden Fall noch mal besuchen.

Hier ein Foto meiner gemusterten Ausbeute.

Wie das oft so ist, habe ich mich wieder Zuhause direkt geärgert, dass ich von dem rosa-grundigen Blumenstoff nicht mehr genommen habe. Aber vor Ort ist man von den vielen Mustern, Farben, Ballen oft so überrumpelt, dass einzelne Stoffe gar nicht richtig zur Geltung kommen. Beim nächsten Stoffmarkt muss ich also sehen, dass ich davon noch ein paar Meter ran hole, denn der Stoff ist wirklich traumhaft schön. Wunderschön auch der Stoff mit den Retroblumen in rosé!

Besonders glücklich bin ich über den blau-grundigen Stoff mit der Unterwasserwelt. Endlich mal ein bunter, fröhlicher Jungsstoff.

Die Erdbeere habe ich gekauft, weil sie wirklich ein Schnäppchen waren und sie für den kommenden Frühling/Sommer sicher irgendwo Verwendung finden.

Alles in allem bin ich zufrieden. Ich war insgesamt 3 Stunden unterwegs (inklusiver Kakao und Kuchen-Pause) und habe ein kleines Vermögen ausgegeben. Die Highlight-Stoffe habe ich bereits fotografiert und unter Stoffe eingestellt. Nun verräume ich meine Ausbeute noch ordentlich und werde für heute Feierabend machen.

Am 17. April bin ich dann wieder auf den Stoffmarkt in Bad Godesberg unterwegs. Das Wetter darf dann ruhig etwas wärmer sein.

Feb
25

Ankündigung: Spendenauktion

Der kleine, 2-jährige Lucas Tylla aus Salem am Bodensee hat Leukämie (Blutkrebs). Diese bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten: für die Infektabwehr zuständig) entsteht im Knochenmark, dem Blut bildenden Organ des menschlichen Körpers. Hier ist der normale Reifeprozess der weißen Blutkörperchen gestört und es kommt zu einer explosionsartigen Vermehrung dieser Zellen. Nur eine Stammzellspende kann das Leben von Lucas retten.

www.helden-fuer-lucas.de

Lucas ist nur wenige Monate älter als mein großer Sohn. Aber nicht nur aus diesem Grund geht mir sein Schicksal so unglaublich nah.

Im Jahr 2000 ließ ich mich für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, kurz DKMS, typisieren. Der erste Schritt der Typisierung verläuft wie eine normale Blutabnahme. Es gab einen Keks und einen Becher O-Saft, dann konnte ich wieder gehen.

3 Jahre später erreichte mich ein Anruf der DKMS mit der Mitteilung, dass ich möglicherweise als Spender in Frage käme. Man würde mir einen Fragebogen zusenden, den ich bitte ausfüllen solle. Weitere 2 Wochen später erhielt ich erneut telefonisch die Bestätigung, dass mich auch der Fragebogen als Spender bestätigte.

Als nächstes erhielt ich ein großes Paket mit 5 großen Röhrchen, diversen Nadeln und Etiketten. Mit diesem ging ich dann zu meinem Hausarzt, um mir weiteres Blut zur genaueren Typisierung abnehmen zu lassen. Die Blutproben wurden dann direkt in das zuständige Labor der DKMS geschickt.

Nach nur einer Woche stand fest, dass ich tatsächlich, sogar in der dritten Phase der Typisierung als Spender in Frage kam. So etwas ist für den Erkrankten wie ein Sechser im Lotto, denn die Wahrscheinlichkeit der absoluten Übereinstimmung zweier Menschen in allen Typisierungspunkten ist doch sehr gering.

Ich wartete also auf einen Termin zur Stammzelltransplantation, welche nie stattfinden sollte, da der Patient kurz vorher verstarb. Mich nahm das damals sehr mit.

Trotzdem ich diesem einen Menschen nicht rechtzeitig helfen konnte, fand ich dennoch die Bestätigung, dass der Schritt zur Typisierung bei der DKMS der richtige war. Auch wenn für diesen Patienten die Hilfe zu spät kam, so würde sie möglicherweise für einen anderen Leukämieerkrankten rechtzeitig kommen.

Einem anderen Erkrankten, wie zum Beispiel dem kleinen Lucas.

Für Lucas und andere Erkrankte werde ich mich daher ab Sonntag, den 28.02.2011, an einer Spendenauktion beteiligen, deren Ziel es ist, möglichst vielen Menschen eine Typisierung (welche immerhin 50 Euro kostet) zu ermöglichen!

Ich werde ein Mitglied der Familie Smoo versteigern. Ab Sonntag könnt Ihr dann per E-Mail für diese Smoo mit bieten. Die Auktion läuft bis einschließlich Freitag, den 04.03.2011 und der erzielte Auktionsbetrag geht als Spende an die Aktion Helden für Lucas.

Ich würde mich sehr über Eure Unterstützung und Eure Teilnahme freuen. Verbreitet die Informationen, macht Werbung für die Spendenauktion hier und das initiierende Blog, auf welchem Ihr ab Sonntag eine Liste aller teilnehmenden Blogs finden werdet.

Vielen herzlichen Dank!

Feb
25

Terminplaner / Organizer Hülle

Schon seit längerer Zeit wollte ich einer lieben Bekannten für ihre Hilfe danken, die sie mir 2010 sehr kurzfristig und sehr selbstlos zukommen ließ. Als Sie dann vor ein paar Tagen die für meine Schwiegermutter angefertigte Taschenkalenderhülle so toll fand, war mir direkt klar, dass Sie auch eine bekommen sollte.

Hinzu kommt, dass für Sie in Kürze ein neuer Lebensabschnitt beginnt und so entschied ich mich dafür, ihr einen ordentlichen A5 Terminplaner und Organizer zu kaufen und diesen mit einer entsprechend schönen Hülle zu versehen.

Auf der Innenseite ist ein Einsteckfach für Zettel und Kärtchen angebracht. Geschlossen wird diese Kalenderhülle mit einer Gummilitze.

Als besonderes Highlight habe ich auf das im Buch integrierte Lesezeichen zum Stoff farblich passende Holzperlen aufgefädelt, was mir so gut gefiel, dass ich zukünftig ein Lesezeichnen direkt in meine Hüllen mit einnähen werde.

Heute darf ich nun auch die Fotos dazu zeigen, da der Organizer Sie gestern endlich erreicht hat:

Nach eigenen Angaben hat Sie sich auch wirklich sehr darüber gefreut. :)

Feb
20

Ein Anliegen

Dieser Beitrag ist mir schon länger ein Anliegen und heute will ich ihn einfach mal Schreiben.

Handwerk bzw. Handarbeit kostet was. In der Regel mehr, als maschinell hergestellte Massenwaren. Handarbeit bedeutet aber auch, dass jedes Stück, ob nun mehrfach genäht oder nicht, ein Unikat ist. Keine Naht sitzt wie die andere und ja, Handarbeit ist in der Regel auch nicht perfekt.

Es gibt Menschen, die von vorne herein das maschinell hergestellte Produkt bevorzugen. Weil sie günstiger sind, weil alle Nähte gerade sitzen, weil weil weil.

Und es gibt die Sorte Menschen, die Handgearbeitete Dinge bevorzugen, weil sie eben Unikate sind, individuell, weil mit Herzblut daran gearbeitet wurde, weil weil weil.

Jeder hat so seine Gründe warum er sich für das eine oder das andere entscheidet.

Schlimm finde ich allerdings, wenn mir jemand, der grundsätzlich die Massenware bevorzugt, erklärt, meine Sachen wären ihm viel zu teuer. Das sähe er ja gar nicht ein. [Pause]. Aber wenn er Geburtstag hätte könne ich ihm ja Produkt XYZ schenken.

Diese Szene ist schon eine ganze Weile her, aber sie kocht immer mal wieder in mir hoch. Weil es so unglaublich unverschämt ist.

All meine handgenähten Dinge habe ich mit Liebe genäht. Ich habe Zeit investiert, mir in die Finger gestochen oder geschnitten, ich habe Nähte aufgetrennt, geflucht, Stoff verschnitten, ich habe auch sicher mal alles weggeworfen und neu angefangen. Ich habe mir Mühe gegeben. Immer. Ich habe mich über dieses Gefühl von Stolz gefreut, wenn ein neues Teil fertig war. Und dieses Teil soll ich dann einem Menschen schenken, der nicht mal im Ansatz den Wert erkennt? Dem es im Grunde egal ist und der das Selbstgenähte noch als billiges Geschenk ansieht, weil ich selber nichts dafür ausgegebene habe (mal abgesehen von den Materialkosten).

Nein! Nein, auch wenn Du an Weihnachten Geburtstag hättest. Dir schenke ich sicher keine meiner handgearbeiteten Stücke.

Ähnliches Thema ist die Wertschätzung der Arbeit von Kollegen. Ich kaufe häufig wunderschöne Dinge bei Dawanda, obwohl ich sie mir selber nähen könnte. Material und Fertigkeit sind ja vorhanden. Aber jemand anders hat sich bereits diese Arbeit gemacht, Liebe und Herzblut hinein gesteckt, ein Produkt entwickelt und genäht.

Ich wurde schon fünf Mal nach den genauen Abmaßen des DaddelDoos gefragt. Und sogar noch häufiger nach dem Schnittmuster der Smoos. Und nach einigem Grübel habe ich für mich entschlossen, dass ich diese Informationen und Daten nicht herausgeben möchte. Nicht für Dinge, die ich wirklich in mühevoller Kleinarbeit an vielen Abenden ausgetüftelt und optimiert habe. Es sind meine Babys. Beide. Und daher möchte ich nicht, dass man sie so arglos nach näht. Ein Smoo ist mein Kind.

Grundsätzlich gilt für die von mir entworfenen Stücke, dass sie nicht zum Verkauf nachgenäht werden dürfen und nachgenähte Objekte für den eigenen Gebrauch nicht bildlich im Internet veröffentlicht werden dürfen.

Dinge wie Mutterpass-, U-Heft-, Buch- oder Kalenderhüllen sind davon natürlich ausgenommen. Es geht mir wirklich ausschließlich um die von mir entworfenen Dinge.

Ich hoffe sehr, dass dieser Beitrag bei meinen Lesern, Kollegen und Kunden auf Verständnis trifft. Er war mir wirklich ein Anliegen.

Feb
16

mit Zuckerguss und Kirschen

Meine Schwiegermutter macht die besten Torten und Kuchen der Welt. Wäre sie nicht ihr halbes Leben damit beschäftigt gewesen, ihre eigene Schwiegermutter zu pflegen und zu versorgen, sie hätte sich ganz sicher mit ihren Torten problemlos selbstständig machen können.

Inzwischen hätte sie die Zeit, da ihre Schwiegermutter vor wenigen Jahren verstorben ist, allerdings fängt man in ihrem Alter auch nicht mehr so etwas Umfangreiches, wie eine Selbstständigkeit an. So backt sie Kuchen für Freunde, Verwandte und Nachbarn gegen Materialkosten oder als Dank für deren Hilfe. (Zu meinem 30. Geburtstag bekam ich eine Torte mit einem Kinderfoto darauf. Bei Gelegenheit muss ich mal ein Foto davon zeigen!)

Jedenfalls hat meine Schwiegermutter ein recht unansehnliches Einsteckfotoalbum, in dem sie Fotos von ihren Kuchen und Torten (auch Formtorten, Taufbücher, etc.) sammelt, um zu gegebenen Anlass ihre Auftraggeber auswählen zu lassen. Mir war es schon lange ein Anliegen, Das irgendwie hübscher zu präsentieren, denn auch wenn ihr das nicht so wichtig scheint: ich finde Genuss gehört auch genüsslich präsentiert.

So habe ich schließlich eine Hülle für das Einsteckfotoalbum genäht und dazu eine passende Hülle für einen Taschenkalender, in den sie eintragen kann, für wen und zu wann sie die Kuchen backen muss.

Ich war vom Ergebnis selber so positiv überrascht, dass ich nun schon mehrere Hüllen für solche, an sich ja hässlichen, Einsteckalben genäht habe. Ich werde – sofern Zeit und Luft da ist – auch für mich selber so ein Album erstellen, in das ich dann Fotos all meiner genähten Herzensdinge packe.

Wie das so ist, wurde das schöne neue Album dann zum Albm für Fotos der Enkel umfunktioniert. Ich halte nun also Ausschau nach einen schönen Stoff mit Torten, Muffins o.ä. darauf, damit die Torten meiner Schwiegermutter doch noch in standesgemäßer Verpackung präsentiert werden.

Feb
14

working Mum

Weil ich schon mehrfach gefragt wurde, wie ich meine Arbeit mit meinen kleinen Söhnen (21 und 7 Monate) unter einen Hut bringe, wollte ich Euch das heute gerne Mal kurz umreißen:

Ich arbeite regelmäßig, wenn die Jungs schlafen. Bisher machen sie einen sehr zuverlässigen Mittagsschlaf, der mir immerhin 2 Stunden Zeit verschafft. In dieser Zeit bin ich in meinem Nähzimmer und nähe oder erledige Bürokram, wie zum Beispiel die Buchhaltung, das Verpacken von Bestellungen oder grundlegenden Schreibkram.

Am Abend schneide ich im Wohnzimmer die Projekte zu, die ich am folgenden Tag in der Mittagspause der Jungs zusammen nähe. So kann ich abends die Zeit mit meinem Mann verbringen und trotzdem produktiv sein.

Über den Tag hinweg und in Beisein meiner Jungs, plane, skizziere und kalkuliere ich neue Projekte und individuelle Kundenaufträge. Mein Netbook steht in der offenen Küche auf der Arbeitsfläche und ich kann so immer mal zwischendurch E-Mails checken und beantworten. Zwischendurch, weil die Hauptaufmerksamkeit definitiv meinen Jungs gehört.

Aktuell komme ich so ganz gut zurecht, allerdings weiß ich auch, dass ich deutlich mehr schaffen könnte, wenn die Jungs vormittags in der Krippe oder bei einer Tagesmutter wären. Bisher sträubt sich aber mein innerer Schweinehund, sie so früh schon außer Haus zu geben. Der Sommer wird zeigen, inwiefern mehr Arbeit / Umsatz nötig sein wird, um wirtschaftlich unabhängig dazustehen.

Soviel zu meinen Geschäftszeiten.

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